Das einzige Mittel gegen Unkraut.

Ja, es gibt tatsächlich etwas Wirksames gegen unerwünschte Wachstümer im Garten: erwünschte Pflanzen stattdessen einsetzen.

Unkräuter bloß ausreißen hilft nicht, die kommen wieder – außer man besetzt ihren Platz. Am besten dicht an dicht. Niemals kleckern, nur klotzen hilft. Erst wenn die „Schönkräuter“ dicht an dicht stehen, machen sie – naja – eben dicht gegen’s Unkraut. Wenn man möchte, kann man Unkraut übrigens auch durch Unkraut ersetzen. Hab ich schon gemacht, schließlich liegt, was Unkraut ist, im Auge des Betrachters. Ich zum Beispiel hasse dieses eine wilde Gras mit den dicken Halmen. Da ich aber nicht immer und überall neue Pflanzen kaufen kann und will, habe ich beschlossen Samen auszustreuen – Borretschsamen. Wem das Gurkenkraut nicht gefällt, der sollte die Finger davon lassen.

Es hat sich hochinvasiv um den ursprünglichen Standort ausgebreitet und zieht weiter seine Kreise. Ist mir aber lieber als besagtes wildes Gras.

 

Was sich noch sehr gut versamt und immer wiederkommt:

JUNGFER IM GRÜNEN

Bleibt hauptsächlich dort, wo sie ist. D.h. einfach Abgeblühtes stehen lassen und dort kommt sie wieder. Man kann die Samenstände natürlich auch dorthin tragen, wo man die Jungfern noch haben möchte.

 

NACHTVIOLE

Die großen, lila-farbenen Blumen duften auch sehr groß. Einmal ausgesät, taucht sie jedes Jahr wieder irgendwo auf. Mit der Betonung auf irgendwo. Nicht im unmittelbaren Umkreis ihres Vorjahresstandorts.

 

JUDASSILBERLING

Verpackt seine Samen im Sommer in transparente, runde, handliche Samentaschen. Die kann man einfach nehmen und hinwerfen, wo man ihn hinmöchte. Ansonsten kommt er wieder wo er war und eventuell ein Stück weiter.

 

WIESENBOCKSBART

Edel-Löwenzahn nenne ich wegen seiner dichten Riesenpusteblumen – trotz derer er sich gar nicht exorbitant verbreitet.