Mein Mann ist verliebt.

Das Erste, was mein Mann zur Zeit morgens macht, ist, aus dem Fenster zu schauen. Oder gleich direkt in den Garten zu gehen. Dort befindet sich nämlich seine neuer Schatz:

Unser Rasenmäherroboter.

Robbi nennt er ihn, Loverboy sag ich. Unsere 2-jährige Tochter, die sich beim Frühstück wundert, wo der Papa ist, weiß auch schon was Sache ist. Auf meine Frage, wo der Papa denn wohl sein könnte, fällt ihr nach kurzer Nachdenkpause und mit breitem Grinsen die Antwort ein: Lobberboi! Oder eben Jobbi.

Dabei braucht der Rasenmäherroboter gar nicht so viel Aufmerksamkeit, wie sie ihm der Mann schenkt. Der Mäher mäht einfach. Brav um Hindernisse – nachdem er an ihnen angestoßen ist – und bleibt in seinem Arbeitsrahmen – wenn er nicht unabsichtlich rausfällt. Unser Hügerl im Garten hat zwar knapp weniger als die 25% Steigung, die er laut Produktbeschreibung schafft, aber bei nassen Boden rutscht er doch rum, fährt sich in der glitschigen Erde fest und hängt am Hang rum, bis man ihn anstupst und resettet. Vielleicht hat er dort zu wenig Grip, weil es statt Gras viel blanken Boden gibt. Ansonsten gab es kleine Probleme mit „weichen Hindernissen.“

Töchterchens Rutsche und Häuschen sind zu flexibel. Weil sie nachgeben, fährt er weiter und weiter dagegen statt zurückzuschieben, den Winkel zu ändern und einen neuen Anlauf zu nehmen. Darum hat der Rasenmäheraufsehermann übrige Pflastersteine dagegen gelehnt.

Seit dieser Lösung ist alles gut. Nur ich erschrecke noch immer ab und zu, wenn er plötzlich hinter einer Hecke hervortaucht. Nachdem er sich anschleicht, bemerkt man ihn erst kurz vor der anstehenden Kollision mit sich selbst. Dieser niedrige Geräuschpegel hat ansonsten natürlich nur Vorteile: Yeah! „Wir“ können endlich auch am Sonntag mähen!

Die „Installation“ ging übrigens auch wunderbar glatt. Bei einem Vorabtermin wurde besprochen, wo Robbi mähen soll; beim Verlegungstermin wurde das Begrenzungskabel zügig in 2 Stunden vergraben. Die Narben davon sind schon wenige Tage später nicht mehr sichtbar. Was man sieht, sind die Stellen die Loverboy nicht bearbeiten kann. Im Vorgarten und an den direkten Rändern fällt das hohe Gras nun noch schneller auf und schreit nach persönlicher Betreuung durch den Mann. Meist lässt er es eine Weile schreien, schließlich muss er sich darum kümmern, ob sein Loverboy sich um alles kümmert.

 

 

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