Ich baue meinen 2. Weidenzaun.

Nachdem ich letzten Herbst einen – wie ich finde – wunderschönen Weidenzaun gebaut habe, folgt heuer ein größeres Weidenprojekt: ein höherer Weidenzaun.

Ich bin voll stolz. Und auch voll Stolz!

Dieser kleine feine ist mein erstes Weidenprojekt und nach einem Jahr noch immer gut in Schuss.

Der neue Weidenzaun soll den Totholzhaufen abgrenzen und muss dementsprechend um einiges höher werden. Dafür muss er optisch nicht so einwandfrei sein. Er kommt in ein hinteres Garteneck, wo ein Kreuz-und-quer vorherrscht und Perfektion sich stilistisch ohnehin nicht gut macht. Gut so, denn je höher der Zaun umso schwieriger ist’s, gerade zu bleiben.

Aber von vorne:

Zuerst einmal werden Weidenzweige "geerntet" und füllen prompt einen Riesenteil des Gartens aus.

Zuerst einmal werden Weidenzweige „geerntet“ und füllen prompt einen Riesenteil des Gartens aus.

Die schnippselt man dann zusammen:

Man braucht etwas dickere gerade Äste als "Pfosten" – links am Bild, und dünnere gerade Äste zum Flechten – rechts im Bild. In der Mitte liegt der "Abfall", alles zu kurz.

Man braucht etwas dickere wunderbar gerade Äste als „Pfosten“ – links im Bild, und dünnere gerade Äste zum Weben – rechts im Bild. In der Mitte liegt der „Abfall“, alles zu kurz.

Auf einer Länge von ca. 2 Metern verwende ich 6 Pfosten, etwa alle 30 – 40 cm einen. Viel größer sollten die Abstände nicht sein, sonst halten die Weiden, die man reinflechtet, nicht. Kleinere Abstände machen Sinn, wenn die „Flechtäste“ sehr kurz sind oder man genau diese Optik haben will. Wichtig ist auf alle Fälle, sich die Pfosten aufzulegen, bevor man sie einschlägt. So kann man sie schön gleichmäßig aufteilen.

Am besten legt man sich die Pfosten vorab auf, damit die Abstände gleichmäßig sind.

Außen wurden noch alte dicke Pfosten eines Spielgerüsts eingeschlagen. Das gibt dem Weidenzaun eine schöne Begrenzung und mehr Stabilität.

Damit die Weidezaunpfosten leichter in die Erde gehen, spitzt man sie am besten zu.

Ganz einfach mit einer Astschere schön zuschneiden.

Ganz einfach mit einer Astschere zuschneiden.

Ca. 30 cm und mehr kommen die Pfosten in den Boden. Mit einem ordentlichen Hammer ist das zur Zeit eine ziemlich leichte Sache, die Erde ist feucht und weich. Wenn die Pfosten mal stehen, beginnt das Weben: Einfach dünnere Weideäste, die am besten so lang wie der Zaun sind, abwechselnd vor und hinter einen Pfosten führen. Der nächste Ast geht dann in die andere Richtung. Hat man also mit einem Ast hinter dem Pfosten begonnen, startet man mit dem nächsten davor. Und das alles sehr nach Gefühl. Ist dort mal eine Lücke, drückt sich der Zaun da zu sehr in eine Richtung oder passt sonst was nicht, weicht man einfach von dieser Regel ab und webt, wie’s gerade passt – man hat’s hier ja auch nicht mit genormtem Ausgangsmaterial zu tun.

So sieht das dann halbfertig aus.

So sieht das dann halbfertig aus.

Viel fertiger wird’s heuer auch nicht mehr, weil ich zu wenig Äste geschnitten habe. Und nachdem ich im November nicht mehr schneiden will, wird die Fertigstellung aufs Frühjahr verschoben. Da sollte man die Äste übrigens ernten, bevor sie austreiben. Das ist natürlich spannend, weil Weiden austreiben, ehe man sich’s versieht – mit ein Grund dafür, warum ich eher für den Herbstweidenbau bin. Noch mehr Argumente dafür: Im Oktober/November besteht weniger Gefahr eines halb gefrorenen oder komplett matschigen Bodens und es ist prinzipiell weniger zu tun im Garten.

Trotzdem: Wir sehen uns im Frühjahr!

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