Auf in den Kampf gegen den Frostspanner. Rauf mit den Leimringen.

So etwa Mitte Oktober rücken sie aus, die Frostspanner. Listig krabbeln die flügellosen Weibchen dieses Schmetterlings die Stämme von Obstgehölzen hinauf und legen dort nach der Begattung durch die beflügelten und umtriebigen Männchen ihre Eier. Aus diesen schlüpfen dann die Larven, die sich so gefräßig über den Baum hermachen, dass jedem Obstbaumbesitzer die Tränen in die Augen schießen. Um das zu verhindern, legt man Ende September, Anfang Oktober Leimringe um die Baumstämme von Obstgehölzen. Diese klebrige Sperre soll die Frostspanner daran hindern, die Stämme zu erklimmen.

Na gut, na dann:

Im Lagerhaus gibt's z.B. diesen Leimring.

Im Lagerhaus gibt’s z.B. diesen Leimring.

Darin findet man ein 3 Meter langes beleimtes Papierband und mit Spagat umschlungenen Draht zum Befestigen.

Beim Arbeiten damit unbedingt Handschuhe anziehen – welche, die man vielleicht nicht mehr braucht. Das Zeug klebt richtig fein und ist schwer entfernbar.

Beim Arbeiten damit unbedingt Handschuhe anziehen – welche, die man vielleicht nicht mehr braucht. Das Zeug klebt richtig fein und ist schwer entfernbar.

Das Montieren geht ganz easy: Leimring ein paar Zentimeter länger als der Stamm Umfang hat – dazu einfach anlegen – zurecht schneiden. Papier auseinander falten und mit der klebrigen Seite nach außen mit Hilfe der Drahtschnur montieren.

Bei besonders rauer Rinde muss man den Stamm vorbehandeln, damit's nicht zuviel Löcher zum Durchkraxeln für das Getier gibt.

Besonders unebene Rinde muss man vorbehandeln, damit’s zwischen Stamm und Leimring nicht zuviel Löcher zum Durchkraxeln für das Getier gibt. Dazu nimmt man etwa Baumwachs.

Letztes Jahr hab ich statt eines Leimrings Raupenleim verwendet – den trägt man direkt auf den Stamm auf. Der Arbeitsaufwand ist höher, aber dafür mein Vertrauen in seine Wirksamkeit auch.

Raupenleim zum direkt auf den Stamm streichen. Auch erhältlich im Lagerhaus.

Raupenleim gibt’s natürlich auch im Lagerhaus.

Vorteil: Durch das direkte Aufbringen an den Stamm gibt es im Gegensatz zum Leimring keine Schlupflöcher für jedwedes Ungeziefer. Nachteil ist eben, dass das Aufbringen eine echt klebrige Angelegenheit ist. Mit Pinsel hat’s bei mir gar nicht funktioniert. Ich hab eine Spachtel genommen, die ich nicht mehr gebraucht habe und Handschuhe, die man nachher nicht mehr brauchen konnte. Im Frühjahr werde ich diesen Leim wieder an den Stamm anbringen. Denn mein Problem bis jetzt sind weniger die Frostspanner sondern eher Ameisen, die sich im Frühjahr herzallerliebst um die Blattläuse sorgen und gegen Blattlausfresser wie Marienkäfer & Co. verteidigen. Um den kleinen schwarzen Biestern den Weg den Stamm hinauf zu versperren, darf es nicht die kleinste Lücke in der Klebeschicht geben – da ist der Raupenleim verlässlicher.

Leider ist er nicht hübsch. Noch ein Jahr später kleben die Reste dran und Entfernen ist so gut wie unmöglich.

Leider ist er nicht hübsch. Noch ein Jahr später kleben die Reste dran und Entfernen ist so gut wie unmöglich. Dann wird eben einfach eine neue Schicht aufgetragen.

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