Wir bauen einen Weidenzaun.

Ok, es ist mehr ein Weidenzäunchen. Aber ein wunderschönes. Nachdem ich schon einmal geübt habe und einen Weiden-Hollunder-Forsythie-alleswasderGartenangeradenÄstenhergibt-Zaun für Laub und Totholz gebaut habe, wusste ich in etwa, worauf ich achten muss.

  • Die „Zaunpfahl-Äste“ müssen wirklich so gerade wie möglich sein. Und auch lang genug! Die müssen tief in den Boden.
  • Der Abstand zwischen den Zaunpfählen sollte eher zu klein als zu groß sein. Da sollte man nicht sparen.
  • Die „Zaunelement-Äste“ müssen so lang wie nur geht sein.

Die beste Zeit, einen Weidenzaun zu bauen, ist jetzt im Herbst, wenn die Blätter fallen. Das Lehrbuch sagt, es geht auch im Frühjahr, bevor die Weide austreibt, aber das halte ich nur im Lehrbuch für möglich: Dafür treibt sie einfach zu schnell aus und vielleicht auch schon – wenn’s Wetter ganz blöd ist – wenn der Boden noch halb frostig ist. Deshalb lieber jetzt. Da passt das blöde, ungewöhnlich warme Wetter auch viel besser zum Werken.

Zuerst einmal schnippelt man sich einen Haufen vom Palmkatzerl runter: Viele schöne ganz lange fingerdicke Ästchen ohne Verzweigungen für die Zaunelemente. Dazu noch ein paar schöne, nicht ganz so lange aber auch gerade, dickere Ästchen für die Zaunpfähle.

Meine Weidenzaun-Häufchen: Rechts die unbrauchbaren, in der Mitte die schönen langen und links ein paar kürzere, vermischt mit dickeren für die Pfähle.

Meine Weidenzaun-Häufchen: Rechts die unbrauchbaren, in der Mitte die schönen langen und links ein paar kürzere, vermischt mit dickeren für die Pfähle.

Bevor ich sie „montiert“ habe, hab ich natürlich alle Blätter entfernt. Das hat übrigens gefühlsmäßig die meiste Zeit in Anspruch genommen. Davor hab ich sie mal probeweise dorthin gelegt, wo sie hin sollen – inklusive der „Zaunpfähle“:

Für meine ca. 3 Meter langen Zaunelemente, hab ich die Pfähle im Abstand von etwa 50 cm gesetzt. Nimmt man kürzere Ästchen, muss man sie näher zusammensetzen, sonst hält das nicht. Echt nicht!

Für meine ca. 3 Meter langen Zaunelemente, hab ich die Pfähle im Abstand von etwa 50 cm gesetzt. Nimmt man kürzere Zaunelement-Ästchen, muss man die Pfähle näher zusammensetzen, sonst hält das nicht. Echt nicht! Schlüpft alles wieder raus.

Die „Pfähle“ hab ich übrigens auch etwa 50 cm lang gemacht: 25 cm davon verschwinden im im Boden, der Rest bleibt überirdisch. So hat das ganze ordentlich Halt. Mein Boden war weich genug, dass ich sie mit Hilfe eines ordentlichen Abrisshammers einfach reinklopfen konnte, bei härterem Boden muss man wahrscheinlich „vorbohren“. Beim Reinklopfen hilft auch, die Äste schön gerade abzuschneiden, so kann man gut drauf hauen. Auf der anderen Seite, die im Boden versinkt, schneidet man am besten schief ab, so dass ein „schiefer Spitz“ entsteht. Oder man spitzt sie überhaupt zu. Bei mir hat’s so gereicht und mit einer scharfen Astschere war alles leicht erledigt.

Pflöcke sind drin, nun kann gewickelt werden. Einmal rechts, einmal links rum. Und zwischendurch auch einfach nach Gefühl. Nachdem man hier nicht mit genormten Material arbeitet, hat der Bauch hier viel mitzureden.

Pflöcke sind drin, nun kann gewickelt werden. Einmal rechts, einmal links rum. Und zwischendurch auch einfach nach Gefühl. Nachdem man hier nicht mit genormten Material arbeitet, hat der Bauch viel mitzureden.

Zwischendurch ganz wichtig: Ein paar Schritte Abstand nehmen, Werk begutachten und dann nach Gutdünken weiterverfahren. So hab zumindest ich das gemacht. Und das sieht dann so aus:

Ich bin voll stolz. Und auch voll Stolz!

Ich bin voll stolz. Und auch voll Stolz!

Zum Schluss hab ich noch die Reste der Kokosfaser, die mir der Herr Baumpfleger vom Festpflocken letzte Woche dagelassen hat, verwendet, um die Enden des Zauns festzuzurren. Und auch mittendrin hab ich damit für ein bisschen Halt gesorgt. Denn die Weidenäste wollen nicht immer so, wie man selbst.

Zum Schluss wird mit Ast- und Gartenschere fassoniert. Ränder zurecht gestutzt und hervorschauende Zweigerl gekappt.

Zum Schluss wird mit Ast- und Gartenschere fassoniert. Ränder zurecht gestutzt und hervorschauende Zweigerl gekappt.

3 Antworten zu “Wir bauen einen Weidenzaun.

  1. Pingback: Gartenplan 2014 | Die Gartenanfängerin.·

  2. Pingback: Ode an die Freude an einem Palmkatzerl. | Die Gartenanfängerin.·

  3. Pingback: Ich baue meinen 2. Weidenzaun. | Die Gartenanfängerin.·

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s