Garteneinkaufsliste abgehakt!

Jupp, jetzt hab ich tatsächlich alles, was ich für den Garten wollte – für heuer. Die erste Hälfte der noch fehlenden Posten hab ich geldbörsenschonend beim Starkl-Flohmarkt bekommen: Gräser um 3 bis 5 Euros statt um 12,99, viele Gartenblumen um nur 2 Euros, Storchschnabel, Sonnenhut, Frauenmantel und vieles mehr stärkstens reduziert. Was dann noch offen war, hab ich mir im „normalen“ Laden geholt – endlich und nun bin ich stolze Besitzerin von Schokoladekosmeen! Und eine Wasserpflanze für unseren „Kesselteich“ hab ich auch gefunden – mein Kofferraum hat geblüht.

Öko-Transport. Schlauerweise hab ich mir auch Blumen gekauft, die nicht betitelt waren. Damit hab ich jetzt noch 2 Gewächse mehr daheim, deren Namen ich nicht kenne.

Öko-Transport. Schlauerweise hab ich mir auch Blumen gekauft, die nicht betitelt waren. Damit hab ich jetzt noch 2 Gewächse mehr daheim, deren Namen ich nicht kenne.

Die weißen Balkan-Storchschnäbel sind angeblich hervorragend für schattige Plätzchen geeignet und ich habe eines zu vergeben. Unter dem mächtigen Dach von Holler und Tamariske hatten die Hausvorbesitzer einen Sandkasten. Ich habe schön langsam ein Beet daraus gemacht und nachdem die Ranunkeln dort nicht aufgegangen sind – weil ich im März noch vergessen hatte, wie schattig es hier spätestens im April ist – sollen sich hier die Storchschnäbel breit machen. Eine blaue Geranium-Schwester, die Sorte „Rozanne“, wurde übrigens gerade von der Royal Horticultural Society zur Pflanze des Jahrhunderts gewählt. Hab ich der „Gartenkralle“ entnommen, eine Kolumne in der Samstagausgabe der Presse.

Sieht noch recht unbeeindruckend aus, wird aber hoffentlich noch.

Sieht noch recht unbeeindruckend aus, wird aber hoffentlich noch, das Geranium macrorrhizum.

Und das bitteschön ist ein Kesselteich. Besteht aus einem alten Waschkessel, wie man ihn aus der Mitte des letzten Jahrhunderts kennt und wie man ihn in alten Häusern wie unserem noch findet. Jetzt nicht mehr. Denn jetzt haben wir ihn weggerissen, wegschmeißen wollten wir ihn aber nicht. Und nachdem er eine Weile lose im Keller rumgekugelt ist, hab ich beschlossen ihn zum „Teich“ zu machen und ihn – nicht ganz – im Garten eingegraben. Dort harrt er nun der Dinge und wartet auf weitere Gestaltungsmaßnahmen.

Der Kesselteich bekommt eine Wasserpflanze.

Der Kesselteich bekommt eine Wasserpflanze.

Manche Wasserpflanzen sind mehr und manche weniger Wasserpflanzen. D.h. nicht alle vertragen gleich viel Wasser, meine soll mit ihrem Grün z.B. ca. 30 cm im Wasser stehen. Und Wasserpflanzen kann man auch nicht einfach in einen Kessel reintun, die brauchen auch ihren Topf – einen Gittertopf nämlich.

Gittertopf für eine Wasserpflanze

Gittertopf für eine Wasserpflanze

Und nachdem der Kessel tiefer als 30 cm ist, musste ich den Wasserpflanzengittertopf aufbocken. Praktischerweise hab ich ein paar der Ziegel, mit denen der Kessel eingemauert war, gerettet. Die eignen sich hervorragend für vielerlei wie dieses.

Der kleinste Gittertopf war noch zu groß für meine Wasserpflanze. Also kamen auch noch ein paar kleine Steine rein, die das Pflänzchen auch noch dort halten, wo's bleiben soll.

Der kleinste Gittertopf war noch zu groß für meine Wasserpflanze. Also kamen auch noch ein paar kleine Steine rein, die das Pflänzchen  dort halten, wo’s bleiben soll.

Rund um den Kessel hab ich ein paar – namenlose aber gelbe – Sommerblumen gepflanzt, eine Kugeldistel ist bereits dort, dazu kam noch eine Jakobsleiter, eine kleine Königskerze und Anemonenknollen hab ich auch noch vergraben.

Zartlila – die kleine Königskerze, gleich dahiner eine Jakobsleiter. Das kleine Grüne ist herrlich duftende römische Kamille.

Zartlila – die kleine Königskerze, gleich dahinter steht eine Jakobsleiter. Das kleine Grüne ist herrlich duftende römische Kamille.

Das gefällt mir gar nicht, wie es jetzt aussieht. Ich will das alles viel üppiger und mehr und noch blühender und den Kessel soll man bitte überhaupt gar nicht mehr sehen. Da sich das aber nicht so hingezaubert hat und ich im Moment nix dagegen tun konnte und mich nicht darüber ärgern wollte, hab ich einfach was anderes gemacht: Meine heißgeliebten Schokoladenkosmeen eingesetzt. Ja, ich liebe sie jetzt schon, obwohl sie noch gar nicht blühen.

Nachdem die Schönen im Warmen überwintern werden und müssen, kamen sie in einen Topf – einen besonderen sogar. Eine uralte Holzkiste – Überraschung! die haben wir im Haus gefunden! – wurde mit Gartenöl, wie man’s auch für Gartenmöbel verwendet, eingelassen. Mehrmals. So wird sie wasserabweisend. Diese Idee hab ich aus einem Gartenbuch, dessen Titel ich nicht mehr weiß, weil ich’s nur kurz von einer Freundin geborgt hatte. Ich glaube aber, die Autorin war New Yorkerin – oder irgendwas anderes unsagbar Lässiges.

Damit ich die Kiste nicht komplett füllen muss und die Erde mehr Luft zum Atmen hat, hab ich sie zur Hälfte mit Ästen gefüllt.

Damit ich die Kiste nicht komplett füllen muss und die Erde mehr Luft zum Atmen hat, denke ich mir halt, hab ich sie zur Hälfte mit Ästen gefüllt. Zwei große natürliche Astlöcher im Boden sollten den Wasserablass zur Genüge regeln.

Und nachdem ich dann noch Erde und Kompost und ein bisschen Sand in die Kiste getan hab, konnten sie ihr neues Heim beziehen – die Cosmos atrosanguines.

Schokoladekosmeen sollen zartbitter nach Schoko duften. Ich bleibe gespannt.

Zartbitter nach Schoko sollen sie duften. Ich bleibe gespannt.

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