Mmh, den Weidenbohrern schmeckt das Palmkatzerl.

Ach, wie hab ich mich über das Riesenpalmkatzerl gefreut, das es bereits in unserem Garten gab, als wir ihn, mit dem Haus mit dran, kauften. Ein perfekter Schattenspender für die Terrasse – die es noch nicht gibt, aber die kommen wird. Heuer. Noch.

Erschrocken war ich dann, als ich immer wieder Späne auf den Palmkatzerlästen fand und entdeckte, dass einige Äste irgendwie total „zerschossen“ aussehen. Und Äste immer wieder abbrachen. Nach ein bisschen Recherche hatte ich eine Schädlingsvermutung. Die hat sich bestätigt, als ich das zweite, wesentlich kleinere Palmkatzerl letzten Herbst kurz und klein gemacht habe, weil es noch „zerfressener“ war als das große und sowieso meinem Gemüsebeet im Weg stand. Darin fand ich sie, ein paar höchst prächtige Exemplare des Weidenbohrers, besser gesagt die Larven? Raupen? dieses Nachtfalters. Hässlichen Nachtfalters, übrigens.

Er legt nach der Paarung seine Eier am Baum ab. Aus diesen schlüpfen die Raupen und fressen sich nach und nach durch den Baum – jahrelang: 2 bis 4 mal überwintern sie! Zur Verpuppung bleiben sie, wo sie sind oder kriechen in die Erde. Oder sie werden vorher von einer fleißigen Gärtnerin gefunden und zur Schlachtbank gebracht.
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Ekelhaft schön die Dinger. Und um festzustellen, wie stark ihre Beißerchen sind, muss man nur ein kleines Stück Holz vorne zwischen ihre „Kieferzangen“ stecken. Da beginnt’s gleich fröhlich loszukrachen.

Seine Freude mit dem Weidenbohrer hatte über den Winter auf alle Fälle ein Specht. Der hat sich diese fetten Leckerbissen ordentlich aus den Ästen gehackt und das große Palmkatzerl damit noch durchlöcherter hinterlassen. Zeit zu handeln! Also hab ich das große Palmkatzerl mal ca. um die Hälfte reduziert und alles Kaputte entfernt. Wahrscheinlich gehört es ganz und völlig ab, aber das mag ich nicht.

Palmkatzerl vor dem Schnitt.

Palmkatzerl vor dem Schnitt.

Und nach dem Schnitt. Ratzfatz.

Und nach dem Schnitt. Ratzfatz.

Eine Baum/Strauch so zurückzuschneiden, ist anstrengend: Man muss Äste ganz verquer halten und sich komisch recken, da spürt man bislang unbekannte Muskeln. Das ewige Nachobenstarren, welchen Ast man denn nun wie abmacht, ist eine reine Freude für den Nacken und dann kommt natürlich noch das tolle Gefühl dazu, dass man eigentlich so gar nicht so genau weiß, was man da denn so macht. Man wird sehen. So.

Weniger anstrengend geht’s auf alle Fälle mit einer guten Gartensäge mit frischem Sägeblatt, einer guten Ast- und Gartenschere und einer guten Leiter – die sind teuer, aber dafür zittern die Knie nicht, wenn man oben steht und sich dagegen lehnt.

Außer die kaputten Äste wegzuschneiden – und zu verbrennen! bzw. im Bauhof verbrennen lassen!, damit die Weidenbohrerlarven, die da drin stecken, nicht noch mehr Babys ablegen! – gibt es noch eine ganz fantastisch tolle Bekämpfungsmethode des Weidenbohrers: Mit einem starken Draht in die Löcher bohr’ln und hoffen, eines der Biester zu erwischen. Das ist doch mal eine schöne Beschäftigung für einen der nächsten Sonntagnachmittage.

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